Wissen 29. Oktober 2026 · 13 Min. Lesezeit

Schwimmabzeichen Bronze, Silber, Gold: Alle Anforderungen 2026 (und was nach dem Seepferdchen kommt)

Dein Kind hat das Seepferdchen und will weitermachen? Dann kommen als Nächstes die Deutschen Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold. Hier findest du alle Anforderungen nach der aktuellen Prüfungsordnung, eine Vergleichstabelle und Übungstipps für jede Stufe.

Zuletzt aktualisiert: · Grundlage: DLRG-Prüfungsordnung, Stand 01.01.2025

Ute Maiwald

Ute Maiwald

Schwimmlehrerin · 27 Jahre Erfahrung · Tausende Kinder begleitet

Kurz gesagt: Die Schwimmabzeichen für Kinder kommen in dieser Reihenfolge: Seepferdchen → Bronze (Freischwimmer) → Silber → Gold. Bronze heißt 15 Minuten schwimmen (mindestens 200 m), einmal ca. 2 m tief tauchen und ein Paketsprung, Silber 20 Minuten (mindestens 400 m) mit Tief- und Streckentauchen und einem Sprung aus 3 m Höhe (oder zwei Sprüngen aus 1 m), Gold 30 Minuten (mindestens 800 m) plus Kraulen, 50 m Brust in höchstens 1:15 Minuten, Rückenschwimmen und Transportschwimmen. Erst ab Bronze gilt ein Kind als sicherer Schwimmer, das Seepferdchen ist nur die Vorbereitung.

Welches Abzeichen kommt nach dem Seepferdchen?

Nach dem Seepferdchen kommt das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze, das auch Freischwimmer heißt. Danach folgen Silber und Gold. Die Reihenfolge der Schwimmabzeichen für Kinder ist also:

  1. Seepferdchen: die vorbereitende Prüfung, in der Prüfungsordnung auch „Anfängerzeugnis“ genannt
  2. Bronze (Freischwimmer): das erste der drei Deutschen Schwimmabzeichen
  3. Silber: mehr Ausdauer, Streckentauchen, ein Sprung aus der Höhe
  4. Gold: die höchste Stufe, mit bestimmten Schwimmarten und einer Zeitvorgabe

Die Prüfungsordnung sagt dazu wörtlich: „Zur Vorbereitung auf die Schwimmabzeichen wird die Prüfung ‚Seepferdchen‘ abgenommen.“ Und die drei Schwimmabzeichen „sollten in der Reihenfolge Bronze, Silber, Gold einzeln abgelegt werden“. Das ist eine Empfehlung. Wichtig zu wissen: Beurkundet wird immer nur die Prüfung, die dein Kind tatsächlich abgelegt hat. Wer gleich die Silber-Prüfung macht, bekommt Bronze also nicht automatisch mit bescheinigt.

Die Anforderungen stehen in der Deutschen Prüfungsordnung, nach der die DLRG und andere Verbände wie der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) prüfen. Sie sind bundesweit einheitlich geregelt.

Wie viele Abzeichen die DLRG 2025 ausgegeben hat

So viele Abzeichen hat die DLRG im Jahr 2025 ausgegeben (Quelle: epd/evangelisch.de, 26.04.2026):

53.660Seepferdchen
45.030Bronze
31.280Silber
20.168Gold

Das sind nur die Zahlen der DLRG. Abzeichen, die andere Verbände oder Schwimmschulen abnehmen, sind darin nicht enthalten.

Alle Schwimmabzeichen im Vergleich

Die wichtigsten Anforderungen von Seepferdchen, Bronze, Silber und Gold auf einen Blick:

Anforderungen laut DLRG-Prüfungsordnung Schwimmen/Rettungsschwimmen, Stand 01.01.2025
Prüfungsteil Seepferdchen Bronze (Freischwimmer) Silber Gold
Sprung Sprung vom Beckenrand Sprung kopfwärts vom Beckenrand Sprung kopfwärts vom Beckenrand Sprung kopfwärts vom Beckenrand
Schwimmzeit und Strecke 25 m in einer Schwimmart in Bauch- oder Rückenlage 15 Minuten, mindestens 200 m (150 m + 50 m in der anderen Körperlage) 20 Minuten, mindestens 400 m (300 m + 100 m in der anderen Körperlage) 30 Minuten, mindestens 800 m (650 m + 150 m in der anderen Körperlage)
Tauchen Gegenstand aus schultertiefem Wasser heraufholen einmal ca. 2 m Tieftauchen mit Gegenstand zweimal ca. 2 m Tieftauchen, 10 m Streckentauchen mit Abstoßen vom Beckenrand dreimal ca. 2 m Tieftauchen in 3 Minuten, 10 m Streckentauchen aus der Schwimmlage
Sprünge kein weiterer Sprung Paketsprung vom Startblock oder 1-m-Brett Sprung aus 3 m Höhe oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe Sprung aus 3 m Höhe oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe
Weitere Teile keine keine keine Startsprung + 25 m Kraul, Startsprung + 50 m Brust in max. 1:15 Minuten, 50 m Rücken, 50 m Transportschwimmen
Theorie Baderegeln Baderegeln Baderegeln, Selbstrettung Baderegeln, Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen

Auf dem Handy kannst du die Tabelle zur Seite wischen.

Seepferdchen: die Vorbereitung auf die Schwimmabzeichen

Das Seepferdchen ist der Startpunkt. Laut Prüfungsordnung ist es eine „vorbereitende Prüfung auf das Schwimmen“ und bereitet auf die eigentlichen Schwimmabzeichen vor. Das muss dein Kind zeigen:

Anforderungen Seepferdchen

  • Sprung vom Beckenrand mit anschließendem 25 m Schwimmen in einer Schwimmart in Bauch- oder Rückenlage
  • Dabei reicht eine Grobform. Wer in Bauchlage schwimmt, soll erkennbar ins Wasser ausatmen.
  • Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser
  • Theorie: Kenntnis von Baderegeln

💡 Übungstipps fürs Seepferdchen

  • Blubbern üben: Das Ausatmen ins Wasser steht ausdrücklich in der Prüfungsordnung. Macht ein Spiel daraus, zum Beispiel Blasen machen wie ein Fisch.
  • Ohne Schwimmbrille tauchen: In der Prüfung ist keine Schwimmbrille erlaubt. Übt deshalb auch mit offenen Augen ohne Brille.
  • Baderegeln als Quiz: Fragt euch gegenseitig ab, etwa beim Abendessen oder auf dem Weg ins Schwimmbad.

Alles zum Seepferdchen im Detail: die Seepferdchen-Anforderungen 2026, so läuft die Seepferdchen-Prüfung ab und wie lange es bis zum Seepferdchen dauert. Du bist unsicher, ob dein Kind überhaupt schon bereit ist? Dann hilft dir der Schwimmreife-Test.

Bronze (Freischwimmer): Anforderungen 2026

Bronze ist das erste der drei Deutschen Schwimmabzeichen. Offiziell heißt es „Deutsches Schwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer)“. Wenn jemand vom Freischwimmer spricht, ist also Bronze gemeint. Der große Schritt gegenüber dem Seepferdchen: Statt 25 m geht es jetzt um 15 Minuten im tiefen Wasser.

Anforderungen Bronze (Freischwimmer)

Praxis:

  • Sprung kopfwärts vom Beckenrand und 15 Minuten Schwimmen
  • In dieser Zeit mindestens 200 m: davon 150 m in Bauch- oder Rückenlage in einer erkennbaren Schwimmart und 50 m in der anderen Körperlage
  • Die Körperlage wird während des Schwimmens auf der Bahn gewechselt, ohne Festhalten
  • Einmal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen eines Gegenstandes (z. B. kleiner Tauchring)
  • Ein Paketsprung vom Startblock oder 1-m-Brett

Theorie:

  • Baderegeln

💡 Übungstipps für Bronze

  • Zeit statt Strecke: Bei Bronze zählt Ausdauer. Steigert die Schwimmzeit langsam, zum Beispiel jede Woche ein paar Minuten mehr. Zur Orientierung: 200 m sind im 25-m-Becken 8 Bahnen.
  • Beide Körperlagen üben: 50 m müssen in der anderen Körperlage geschwommen werden. Wer bisher nur Brust schwimmt, sollte früh die Rückenlage üben, und auch das Umdrehen mitten auf der Bahn, ohne sich am Rand festzuhalten.
  • Paketsprung und Sprung kopfwärts: Beim Paketsprung zieht dein Kind die Knie an die Brust und umfasst sie mit den Armen. Kopfwärts springen übt ihr nur dort, wo das Wasser tief und frei ist, am besten im Kurs mit der Schwimmlehrerin oder dem Schwimmlehrer.
  • Tieftauchen in kleinen Schritten: Erst Ringe aus flacherem Wasser holen, dann tiefer. Ohne Schwimmbrille üben, denn in der Prüfung ist sie nicht erlaubt. Tauchen immer nur unter Aufsicht.

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Silber: Anforderungen 2026

Silber baut auf Bronze auf: mehr Ausdauer, mehr Tauchen, ein Sprung aus der Höhe und in der Theorie zum ersten Mal die Selbstrettung.

Anforderungen Silber

Praxis:

  • Sprung kopfwärts vom Beckenrand und 20 Minuten Schwimmen
  • In dieser Zeit mindestens 400 m: davon 300 m in Bauch- oder Rückenlage in einer erkennbaren Schwimmart und 100 m in der anderen Körperlage
  • Zweimal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen je eines Gegenstandes
  • 10 m Streckentauchen mit Abstoßen vom Beckenrand im Wasser
  • Ein Sprung aus 3 m Höhe oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe

Theorie:

  • Baderegeln
  • Verhalten zur Selbstrettung (z. B. Verhalten bei Erschöpfung, Lösen von Krämpfen)

💡 Übungstipps für Silber

  • Gleichmäßig statt schnell: 400 m sind im 25-m-Becken 16 Bahnen. Ein ruhiges, gleichmäßiges Tempo hilft mehr als ein schneller Start.
  • Streckentauchen: Dein Kind startet im Wasser und stößt sich vom Beckenrand ab. 10 m sind im 25-m-Becken etwas weniger als die halbe Bahn. Tauchen nur unter Aufsicht und nie als Wettbewerb, wer am längsten unten bleibt.
  • Höhe Schritt für Schritt: Wer sich noch nicht aufs 3-m-Brett traut, kann zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe zeigen. Gewöhnt euch langsam an die Höhe, und nur, wenn der Sprungbereich geöffnet und beaufsichtigt ist.
  • Selbstrettung im Kurs lernen: Lasst euch zeigen, wie man sich bei Erschöpfung im Wasser ausruht und wie man einen Krampf löst. Dazu passt die DLRG-Baderegel: „Wenn ich Probleme im Wasser habe, dann rufe ich laut um Hilfe und winke mit den Armen.“

Gold: Anforderungen 2026

Gold ist die höchste Stufe der drei Schwimmabzeichen. Neben der Ausdauer zählen hier zum ersten Mal bestimmte Schwimmarten, und beim Brustschwimmen gibt es eine Zeitvorgabe.

Anforderungen Gold

Praxis:

  • Sprung kopfwärts vom Beckenrand und 30 Minuten Schwimmen
  • In dieser Zeit mindestens 800 m: davon 650 m in Bauch- oder Rückenlage in einer erkennbaren Schwimmart und 150 m in der anderen Körperlage
  • Startsprung und 25 m Kraulschwimmen (mit regelmäßiger Atmung)
  • Startsprung und 50 m Brustschwimmen in höchstens 1:15 Minuten
  • 50 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit oder Rückenkraulschwimmen
  • 10 m Streckentauchen aus der Schwimmlage (ohne Abstoßen vom Beckenrand)
  • Dreimal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen je eines Gegenstandes (z. B. kleiner Tauchring) innerhalb von 3 Minuten
  • Ein Sprung aus 3 m Höhe oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen

Theorie:

  • Baderegeln
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbstrettung, einfache Fremdrettung)

💡 Übungstipps für Gold

  • Kraulen mit Atemrhythmus: Die Prüfungsordnung verlangt beim Kraulen regelmäßige Atmung. Übt also nicht nur die Arme, sondern auch das Atmen im Takt.
  • Brust auf Zeit: 50 m in höchstens 1:15 Minuten, mit Startsprung. Stoppt beim Üben ab und zu die Zeit, damit dein Kind ein Gefühl für das Tempo bekommt.
  • Rücken ohne Arme: Beim Grätschschwung in Rückenlage bleiben die Arme ruhig, nur die Beine arbeiten. Wer lieber Rückenkraul schwimmt, kann stattdessen das zeigen.
  • Streckentauchen und Transportschwimmen: Für Gold gibt es beim Streckentauchen kein Abstoßen vom Rand, dein Kind taucht aus dem Schwimmen heraus ab. Das Transportschwimmen (Schieben oder Ziehen) übt ihr am besten im Kurs mit einem Partner und unter Anleitung.

Baderegeln für Bronze, Silber und Gold

Bei allen drei Abzeichen gehören die Baderegeln zur Theorie. Die Prüfungsordnung schreibt dafür nur „Baderegeln“ und gibt keine feste Liste vor. Ab Silber kommt die Selbstrettung dazu, bei Gold die Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen. Eine gute Grundlage für alle Stufen sind die Baderegeln der DLRG. Einige davon im Wortlaut:

Übt die Regeln am besten als Quiz: Dein Kind soll sie verstehen und in eigenen Worten erklären können, nicht nur aufsagen. Welche Regeln im Kurs besprochen werden, weiß eure Schwimmlehrerin oder euer Schwimmlehrer.

Was für alle Prüfungen gilt

Neben den Anforderungen der einzelnen Abzeichen regelt die Prüfungsordnung in ihren allgemeinen Bestimmungen ein paar Dinge, die für die Prüfungen gelten:

Ab wann gilt ein Kind als sicherer Schwimmer?

Ab dem Bronze-Abzeichen (Freischwimmer). Das Seepferdchen ist kein Nachweis, dass dein Kind sicher schwimmen kann. Die Prüfungsordnung nennt es ausdrücklich eine vorbereitende Prüfung. Was „sicheres Schwimmen“ heißt, legt sie genau fest:

„Sicheres Schwimmen im Sinne dieser Prüfungsordnung heißt:

  • 15 Minuten ohne Halt und ohne Hilfen im tiefen Wasser schwimmen zu können und dabei mindestens 200 m zurückzulegen.
  • In Bauch- und Rückenlage schwimmen zu können.
  • Mindestens Paketsprung und Sprung kopfwärts zu beherrschen.
  • Sich unter Wasser orientieren zu können.“

DLRG-Prüfungsordnung Schwimmen/Rettungsschwimmen, Abschnitt 100.2

Genau das prüft Bronze: 15 Minuten, mindestens 200 m, Bauch- und Rückenlage, Paketsprung, Sprung kopfwärts und Tauchen nach einem Gegenstand. Deshalb gilt ein Kind erst mit Bronze als sicherer Schwimmer, so sieht es auch die DLRG.

Sicherer Schwimmer heißt aber nicht: unbeaufsichtigt baden. Auch mit Bronze gehören Kinder beim Baden unter Aufsicht, besonders an Seen, Flüssen und am Meer. Die passende DLRG-Baderegel: „Ich gehe nur baden, wenn mir bei Problemen jemand helfen kann.“

Ab welchem Alter kann man Bronze, Silber und Gold machen?

Für Seepferdchen, Bronze, Silber und Gold nennt die Prüfungsordnung kein Mindestalter. Es zählt nur, ob dein Kind die Leistungen zeigt. Die Prüfungsordnung verlangt allerdings, dass Ausbildung und Prüfung „altersgerecht“ erfolgen.

Achtung, Verwechslungsgefahr: Das Rettungsschwimmabzeichen Bronze ist etwas anderes als das Schwimmabzeichen Bronze. Es kann „frühestens nach Vollendung des 12. Lebensjahres“ erworben werden, das Abzeichen Juniorretter frühestens mit 10 Jahren. Für das Schwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer) gibt es diese Altersgrenze nicht.

Ob dein Kind bereit ist, merkst du eher an der Ausdauer als am Geburtstag: Schafft es 15 Minuten ohne Festhalten im tiefen Wasser? Erfahrungsgemäß sind viele Kinder im Grundschulalter so weit, manche früher, manche später. Das ist keine Regel, nur ein grober Anhaltspunkt.

Häufige Fragen zu den Schwimmabzeichen

Welches Schwimmabzeichen kommt nach dem Seepferdchen?

Nach dem Seepferdchen kommt das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze, auch Freischwimmer genannt. Danach folgen Silber und Gold. Laut DLRG-Prüfungsordnung sollten Bronze, Silber und Gold in dieser Reihenfolge einzeln abgelegt werden. Das Seepferdchen selbst ist die vorbereitende Prüfung auf diese Schwimmabzeichen.

Was muss mein Kind für das Bronze-Abzeichen (Freischwimmer) können?

Für Bronze springt dein Kind kopfwärts vom Beckenrand und schwimmt 15 Minuten. In dieser Zeit legt es mindestens 200 m zurück: 150 m in Bauch- oder Rückenlage in einer erkennbaren Schwimmart und 50 m in der anderen Körperlage. Dazu kommen einmal ca. 2 m Tieftauchen mit Heraufholen eines Gegenstandes, ein Paketsprung vom Startblock oder 1-m-Brett und die Kenntnis der Baderegeln.

Ab welchem Alter kann man das Bronze-Schwimmabzeichen machen?

Für das Schwimmabzeichen Bronze nennt die DLRG-Prüfungsordnung kein Mindestalter. Entscheidend ist, ob dein Kind die Leistungen schafft, vor allem 15 Minuten Schwimmen ohne Festhalten im tiefen Wasser. Nicht verwechseln: Das Rettungsschwimmabzeichen Bronze kann man frühestens ab dem 12. Geburtstag erwerben.

Was sind die Anforderungen für das Schwimmabzeichen Silber?

Für Silber springt dein Kind kopfwärts vom Beckenrand und schwimmt 20 Minuten, mindestens 400 m (300 m in Bauch- oder Rückenlage, 100 m in der anderen Körperlage). Dazu kommen zweimal ca. 2 m Tieftauchen mit Heraufholen je eines Gegenstandes, 10 m Streckentauchen mit Abstoßen vom Beckenrand und ein Sprung aus 3 m Höhe oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe. In der Theorie: Baderegeln und Selbstrettung, etwa bei Erschöpfung oder Krämpfen.

Welche Baderegeln muss man für Bronze kennen?

Die Prüfungsordnung verlangt für Bronze die Kenntnis der Baderegeln, ohne eine feste Liste vorzugeben. Eine gute Grundlage sind die Baderegeln der DLRG, zum Beispiel: nur baden, wo es erlaubt ist; nur dort springen, wo das Wasser tief und frei ist; bei Blitz, Donner oder starkem Regen sofort aus dem Wasser; nur baden, wenn bei Problemen jemand helfen kann.

Darf mein Kind bei der Prüfung eine Schwimmbrille tragen?

Nein. Laut DLRG-Prüfungsordnung finden alle Übungen und Prüfungen in Schwimmbekleidung und ohne Hilfsmittel statt, ausdrücklich auch ohne Schwimmbrille und ohne Auftriebshilfen. Übt das Tauchen deshalb auch ohne Brille, damit dein Kind am Prüfungstag nicht überrascht ist.

📚 Quellen

Quelle: DLRG Prüfungsordnung Schwimmen/Rettungsschwimmen, Stand 01.01.2025 (13. überarbeitete Auflage mit Änderungen 2025, Abschnitte 100, 101, 110, 111 und 120 bis 123). Prüfungsordnung als PDF ansehen

Baderegeln: Flyer „Baderegeln“ der DLRG. Zahlen 2025: DLRG, berichtet vom epd auf evangelisch.de (26.04.2026).

Hinweis: Die Anforderungen sind bundesweit einheitlich. Einzelheiten der Abnahme vor Ort, etwa die Reihenfolge der Prüfungsteile, können sich leicht unterscheiden. Was genau zählt, entscheidet die Prüferin oder der Prüfer im Schwimmbad.

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